Während man im „Westen“ beim Thema Iran, zumeist an das Atompogramm oder die neuesten Entgleisungen des iranischen Diktators denkt, zeigt das Ayatollah Regime, abseits aller Aufmerksamkeit, ein anderes (längst bekanntes) Gesicht. Er ermordet auf puren Verdacht hin vermeintlich homosexuelle Teenager (böse Zungen sprechen auch von Kindern).
Leider stößt man auf diese erschütternden Nachrichten nicht bei der morgendlichen Lektüre des SPON oder anderer „Qualitäts“medien. Nein! Allein einige queere Randmedien in den endlosen weiten des WWW greifen dieses hochbrisante Thema auf (Orginalmeldung). Wieso SPON oder andere Medien das Thema für nicht so wichtig hielten muss fürs erste unbeantwortet bleiben. Obwohl doch gerade der Spiegel meinte seinen Lesern heute mitteilen zu müssen, dass Jennifer Lopez an einem Triathlon teilnimmt und auch sonst nicht davor zurückschreckt seine Leser mit den Nichtigkeiten des Lebens von Prominenten oder solchen die es gerne wären, zu behelligen. Eigentlich ist diese Form der redaktionellen Selektion einem politischen Medium mit dem Selbstverständnis des Spiegels unwürdig. Es entlarvt aber einen Teil der Medienlandschaft in Deutschland.
Aufgrund der allgemein vorherrschenden Antikriegsstimmung kommen solche Meldungen jedoch nicht gut an. Wie sähe das auch aus? Sollte es gar handfeste Gründe für eine militärische Beseitigung des iranischen Regimes geben? Nein! Es darf schließlich nicht sein, was nicht sein darf. Immerhin sind die Grenzen ja klar. Auf der einen die kriegstreibenden USA mit einem selten unsymphatischen Präsidenten an der Spitze, auf der anderen das arme geschundene iranische Volk, quasi Geisel der eigenen Regierung. Da braucht der Gutmensch nicht lange überlegen! Es ist doch schließlich alles so einfach. Das Schicksal der Menschenrechtsfeindlich ermordeten Homosexuellen, die nach unserem Verständnis der Menschenwürde das volle Lebensrecht genießen, muss einfach in den Hintergrund rücken, es geht schließlich um den Weltfrieden. Nur muss man sich dann auch fragen, was haben die gejagten Homosexuellen im Iran von der Appeasement Politik der westeuropäischen Staaten? Frieden, Sicherheit und Menschenrechte? Nein, jeder Tag, an dem der Iran ohne den geringsten Einspruch Schwule und Lesben ermorden darf, zementiert die faktische Abschaffung der Menschenrechte für Homosexuelle und legitimiert genau dieses Unrecht auch noch.
So werden die Homosexuellen einmal mehr geopfert, wenn es um das Arrangement mit schlimmsten Kriegsverbrechern geht. Frei nach dem Motto: „Ihr habt ja eh schon gelitten, da macht euch das bisschen auch nichts mehr aus“. Besonders auffallen wird dem aufmerksamen Beobachter die Doppelmoral der Grün-Linken Berufspolitiker und ihrer Anhängerschaft. Auf der einen schreit man in Deutschland nach Gleichberechtigung für Homosexuelle (kostet nichts und sichert immerhin fast 2 Mio. Wählerstimmen) auf der anderen ist man im Nahen und Mittleren Osten auf diesem Auge leider völlig blind und ordnet die primitivsten rechte für Homosexuelle dem eigenen Antisemitismus oder Antiamerikanismus unter…
Und die 4 Teenager im Iran? Die werden schon bald tot sein!